Deutsches Rotes Kreuz - Clausthal - Zellerfeld

Aus der Presse 2013

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 Goslarsche Zeitung - Online vom 22.11.2013

Großbrand zerstört in Wildemann zwei Wohnhäuser

 

Die Flammen schlugen aus dem Dach. In Wildemann waren mehr als 100 Feuerwehrleute mit Löscharbeiten beschäftigt.

 

Großbrand zerstört in Wildemann zwei WohnhäuserWildemann/Osterode. Ein Großfeuer vernichtete am Freitag zwei Häuser auf dem Bohlweg in Wildemann. Auch in Osterode war am Vormittag ein Wohnhaus in Brand geraten.

 

Menschen kamen nicht zu Schaden, zum Zeitpunkt des Brandes hielt sich niemand in den insgesamt drei betroffenen Häusern auf. Allerdings bekamen es Feuerwehrleute und Anwohner mit starker Rauchentwicklung zu tun. Eine Feuerwehrfrau wurde mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Brandursache und Schadenshöhe sind noch unbekannt.

 

In der Mittagszeit war Alarm ausgelöst worden, zunächst für die örtliche Feuerwehr, später erweitert auf die Wehren in Clausthal-Zellerfeld, Bad Grund, Lautenthal und Langelsheim. So kam Hilfe aus allen Himmelsrichtungen. Insgesamt 111 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, die bereits früh aus dem Dach des Hauses Nummer 12 schlugen und auf beide Nachbarhäuser überzugreifen drohten.

 

Bald legte sich dichter Qualm über den ganzen Ort. „Wir hatten kaum eine Orientierung“, sagte der Clausthal-Zellerfelder Ortsbrandmeister Thomas Bremer. Die Ortsdurchfahrt (L 515) blieb seit dem Mittag für den Durchgangsverkehr gesperrt. „Halten Sie sich aus dem Qualm heraus“, schärften die Einsatzkräfte Passanten ein, die im Konsum einkaufen wollten. Ringsum aber war das Entsetzen deutlich zu spüren. Sprachlos standen Nachbarn auf der Straße oder blickten erschreckt aus den Fenstern.

 

Durch die Wand-an-Wand-Bebauung der alten Bergmannshäuser schlugen bald kleine Flammen auch aus dem Dach des Hauses Nummer 10. Mithilfe der Drehleiter räumte die Feuerwehr die Dachziegel beiseite, um Löschwasser ins Haus zu leiten. Auch das Nachbarhaus auf der anderen Seite geriet schließlich in Brand. „Hausbewohner wurden nach unserem Kenntnisstand nicht verletzt“ sagte Feuerwehrsprecher Ulrich Kohl der GZ.

 

Alarm ausgelöst worden war um 12.24 Uhr, nachdem ein Passant Rauchentwicklung bemerkt und gemeldet hatte. Nach knapp einer Stunde hatten die Feuerwehren den Brand in einem Haus, das allerdings nicht bewohnt ist, unter Kontrolle. Um die anderen beiden Häuser wurde länger gekämpft, doch konnten sie nicht vor der Zerstörung bewahrt werden. Zum Zeitpunkt des Brandes hielt sich niemand darin auf. Ein Hausbewohner wird im Urlaub vermutet.

 

Ein Busfahrer hatte Qualm in der Admiral-Zenker-Straße bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Als die mit einem Großaufgebot anrückte, stand eine Gebäudehälfte in Flammen. Laut Polizei befanden sich keine Personen im Haus, der Sachschaden wird hier auf 200.000 Euro geschätzt. P.W./öh/hrs

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 Goslarsche Zeitung - Online vom 12.11.2013

Riskante Höhlen-Einsätze: Rettungskräfte und Forscher beraten sich

 

Harz. Menschen aus einer Höhle zu retten, kann schwierig sein. Höhlenexperten und Einsatzkräfte haben sich erstmalig zu einem Riskante Höhlen-Einsätze: Rettungskräfte und Forscher beraten sich

Workshop im Harz getroffen, um Erfahrungen und Wissen auszutauschen.

 

Vor allem Ausbilder aus den Bereichen Höhenrettung und Absturzsicherung kamen mit Forschern der Arbeitsgemeinschaft

(AG) Karstkunde Harz zusammen. Beteiligt waren die Rettungskräfte der Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes

(DRK) aus Clausthal-Zellerfeld sowie die Feuerwehren Clausthal-Zellerfeld, Bad Grund und Bad Harzburg .

 

Uwe Fricke ist Ortsbrandmeister in Bad Harzburg und Mitglied bei der Karstkunde-AG. Er ist dort als Katasterführer für mehr

als 800 Höhlen in Norddeutschland zuständig.

 

Höhlen der Region

Fricke klärte im theoretischen Teil des Workshops die Gruppe zunächst über rechtliche Grundlagen auf und stellte die

Feuerwehr-Ausbildung zur Absturzsicherung und Höhenrettung vor.

 

Anschließend sprach er über einige „Karstobjekte“ in der Region, mit „nicht zu unterschätzender Gefährlichkeit“.

Darunter waren die großen Höhlensysteme am Iberg bei Bad Grund, aber auch Objekte in Bad Harzburg und im Harzvorland.

 

Für den praktischen Teil des Workshops reiste die Gruppe dann in den Oberharz. In der Clausthal-Zellerfelder Feuerwache

stellte Ortsbrandmeister Thomas Bremer das Arbeitsmaterial der SRHT-Truppe vor. SRHT steht für: Spezielle Rettung aus

Höhen und Tiefen. Michael Schulz, Leiter dieser Rettungstruppe, erklärte, dass gerade bei der Höhenrettung

Spezialwerkzeuge benötigt werden.

 

Dann ging es zum Iberg nach Bad Grund. Vom Parkplatz des Höhlenerlebniszentrums aus marschierte die Gruppe zu einem mehr als fünf Kilometer langen Höhlensystem, das sich unter dem Ost-Iberg erstreckt. Nur eine Ausnahmeregelung der Naturschutzbehörde machte diese Tour überhaupt erst möglich.

 

Probleme und Gefahren

Den Teilnehmern, vor allem den Feuerwehrmännern, sollte praktisch vor Augen geführt werden, welche Probleme und besondere Gefahren bei Rettungsmaßnahmen aus Höhlen auftreten können. 50 Meter tief drang die Gruppe dafür in den Berg vor.

Nach der Expedition reinigten die Teilnehmer noch gemeinsam ihre Ausrüstung und diskutierten über die Tour durch den Berg sowie die Inhalte des Workshops, der bei aller fachlicher Kompetenz der Teilnehmer vor allem dazu dienen sollte, dass sich Forscher und Rettungskräfte gegenseitig kennenlernen.

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 Goslarsche Zeitung - Online vom 20.10.2013

Übung: Verletzte aus Felswand im Okertal gerettet

 

Hoch in der Felswand kümmern sich Retter um den Schwerverletzten, der hilflos auf einem Vorsprung sitzt.

 

 

Übung: Verletzte aus Felswand im Okertal gerettet (19.10.2013)

 

Oker. „Personenrettung im Felsen im Okertal in Höhe der 5. Fabrik“. So lautete die Meldung, mit der am Samstagnachmittag der Rettungsdienst des Landkreises Goslar, die DRK-Bergwachten Oker und Vienenburg, die Höhenrettungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld und die Freiwillige Feuerwehr Oker alarmiert wurden.

Sie war der Ausgangspunkt für eine überraschend angesetzte mehrstündige Übung, in deren Verlauf zwei verletzte Kletterer, einer von ihnen schwer, aus der Feldsand gerettet werden mussten. Und das war so einfach nicht.

 

Gedruckte GZ: wie die Übung ablief, lesen Sie in der Montag-Ausgabe.

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 Goslarsche Zeitung - Online vom 17.09.2013

Unter und über Tage: Höhenretter weihen neues Multifunktions-Dreibein ein

FG-Ausbildung - Einweisung in das neue Dreibein (14.09.2013)

Clausthal-Zellerfeld. Zünftig eingeweiht hat die Fachgruppe Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen (SRHT) ihr neues Rettungsgerät, das der Oberharzer Geschichts- und Museumsverein für die Sicherung des Führungsbetriebs in den untertägigen Anlagen der Oberharzer Wasserwirtschaft gesponsert hat.

Der Untere Klein Clausthaler Wasserlauf der Grube Thurm Rosenhof bildete den feuchten Schauplatz für den Untertage-Teil einer ganztägigen Schulung, mit der Hannes Seiberth, Höhenretter-Ausbilder aus Berlin, die Gruppe in die Technik des Arizona Vortex Multipod einwies. „Es ist nur für eingewiesenes Personal erhältlich“, weiß SRHT-Gruppenführer Michael Schulz, der dem Ausbilder für die komprimierte Sonderschulung sehr dankbar ist. Zusammen mit Frank Hellemann hatte Schulz während eines Einsatzleiter-Lehrgangs in Heyrothsberge das Multipod kennengelernt und sofort gewusst: „Das ist genau das, was wir brauchen.“

Die Dreibeintechnik als solche ist nicht neu, aber diese amerikanische Rettungstechnik erfüllt die kühnsten Wünsche der Praktiker mit einer Vielzahl von Aufbau- und Seilanschlagmöglichkeiten, mit denen es sich an die unterschiedlichsten Einsatzorte anpassen lässt. Komplett aufgebaut, erreicht das Gerät eine Rettungshöhe von drei Metern, „das ist die Höhe, die wir für die Schachtrettung brauchen“, erklärt Schulz. Zudem ist es extrem leicht und kann, auf handliche Umhängetaschen verteilt, auch in schwierigstem Gelände über längere Strecken getragen werden.

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 Goslarsche Zeitung - Online vom 07.08.2013

Mit Erdkabel Blitz ins Haus geholt

Goslarsche Zeitung - Online vom 07.08.2013Clausthal-Zellerfeld. Zerborstene Steinplatten, Fensterscheiben, Deckenleuchten und Wandverkleidungen, verkohlte Stromleitungen, Steck- und Verteilerdosen: Eine Spur der Zerstörung vor und in einem Wohnhaus An der Treuerhalde hat ein spektakulärer Blitz während eines Gewitters am Dienstagabend hinterlassen.

Verletzt wurde niemand, die Bewohner waren zu dem Zeitpunkt nicht im Haus. Der ersten Alarmierung um 20.13 Uhr unter dem Stichwort „Rauchentwicklung nach Blitzeinschlag“ folgte nach und nach ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK, Polizei, Stadtwerken und Baubetriebshof. Der Blitz hatte zunächst eine etwa 20 Meter hohe Esche oberhalb des Eulenspiegler Teiches bis auf den Boden hinunter zersplittert und nahm seinen Weg über ein Erdkabel vom daneben stehenden Gartenhäuschen bis ins Wohnhaus.

„So was habe ich in meinen 30 Feuerwehrjahren noch nicht gesehen“, sagte gestern der Clausthal-Zellerfelder Ortsbrandmeister Thomas Bremer. „Wir alle haben nicht schlecht gestaunt.“ Einmal natürlich der Baum, der völlig zerschreddert worden sei. Der öffentliche Weg am Teich entlang sei übersät gewesen mit Splittern, deshalb habe man den Baubetriebshof hinzugezogen. Und dann der weitere Weg des Blitzes, den man sehr gut bis ins Haus hinein verfolgen konnte. „Die Wegplatten darüber waren in Stücke gesprengt, und wir fanden Wandleuchten 15 Meter vom Haus entfernt auf der Wiese.“

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 Goslarsche Zeitung - Online vom 04.08.2013

Zwei Brände im Keim erstickt

 

Clausthal-Zellerfeld. Am frühen Sonntagmorgen bemerkten Anwohner der Tannenhöhe einen Schwelbrand neben einer Garage am Waldrand. Bislang unbekannte Täter hatten laut Polizeibericht einen abgelagerten Baumstamm zwischen zwei Bäumen angezündet. Dank der aufmerksamen Hausbewohner konnte der Brand rechtzeitig gelöscht werden.

Es bestand die Gefahr, dass das Feuer sonst auf die Bäume übergegriffen hätte. Am Tatort wurde ein Feuerzeug gefunden. Zeugen mögen sich an die Polizei unter Tel. (0 53 23) 94 11 00 wenden.

 

Zu einem Brandeinsatz am Sachsenweg wurde die Feuerwehr am Freitag um 23.57 Uhr alarmiert. Dort hatte im Server-Raum eines Unternehmens ein Kleingerät wahrscheinlich durch Überhitzung und Brand die Brandmeldeanlage (BMA) ausgelöst. Diese war erst kürzlich installiert worden. Der Administrator war noch im Haus und bekam den Alarm der BMA mit. Daraufhin unternahm er erste erfolgreiche Löschversuche mit einem CO-Löscher und schloss die Raumtüren. Seine Frau alarmierte zwischenzeitlich die Feuerwehr. „Ein vorbildliches Verhalten“, lobt die Freiwillige Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld in ihrem Einsatzbericht. öh

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 Goslarsche Zeitung - Online vom 25.07.2013

Großbrand in der Altstadt

Goslarsche Zeitung - Online vom 25.07.2013Goslar. Bei einem Großbrand in der Goslarer Altstadt in der Nacht zu Donnerstag ist ein Fachwerkhaus in der Petersilienstraße in Flammen aufgegangen. Zehn Bewohner auch aus angrenzenden Häusern konnten gerettet werden, ein 63-jähriger Bewohner gilt nach wie vor als vermisst. Die Brandursache ist noch unbekannt.

Um 0.59 Uhr wurden die Feuerwehren, die mit 14 Ortswehren anrückten, alarmiert. Mit Rettungsdienst, Polizei und DRK waren 280 Hilfskräfte im Einsatz. Den Feuerwehrleuten gelang gerade noch rechtzeitig, ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Häuser zu verhindern.

Am Donnerstagvormittag waren die Einsatzkräfte immer noch damit beschäftigt, Glutnester zu löschen. Das Haus erlitt einen Totalschaden, den die Polizei zunächst auf 500.000 Euro beziffert.

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 Goslarsche Zeitung - Online vom 24.07.2013

Junger Mann erleidet bei einer Verpuffung schwere Verbrennungen

 

Junger Mann erleidet bei einer Verpuffung schwere Verbrennungen (24.07.2013)

Clausthal-Zellerfeld. Bei einer Explosion ist am Mittwochnachmittag ein junger Mitbewohner einer Wohngemeinschaft in Clausthal schwer verletzt worden. Er erlitt starke Verbrennungen, ein Rettungshubschrauber flog ihn nach Göttingen ins Krankenhaus.

 

Die Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld war kurz nach 16 Uhr zu einer „Verpuffung mit Folgebrand“ im Erdgeschoss des Wohnhauses am oberen Zellbach alarmiert worden, berichtete Einsatzleiter Uwe Heinrich. Der Brand habe sich nicht bestätigt, jedoch fanden sich starke Schäden an Zimmerwänden und Decken, die offenbar durch die Druckwelle entstanden.

 

Zur Ursache der Verpuffung ermittelt die Kriminalpolizei Goslar. Die Wohnung wurde bis auf Weiteres gesperrt. Die Höhe des Schadens an dem Mehrfamilienhaus ist noch unbekannt.

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 Goslarsche Zeitung - Online vom 06.07.2013

Wanderer stürzt fünf Meter in die Radau

Wanderer stürzt fünf Meter in die Radau (05.07.2013)

Bad Harzburg. Aus fünf Metern Höhe ist am Freitagnachmittag ein Wanderer in die Radau gestürzt. Feuerwehr und Rettungsdienst starteten eine aufwendige Rettungsaktion, um den Mann halbwegs schonend aus dem Bachbett holen zu können. Nach Auskunft der Polizei überstand der Verunglückte der Sturz vergleichsweise glimpflich.

Der Braunschweiger war zusammen mit einem Bekannten und einem Hund auf Wandertour gewesen. Auf dem Rückweg zu ihrem Auto, das auf dem nahen Großparkplatz stand, wollten sie nicht an der B 4 entlang gehen. Stattdessen suchten sie den Wanderweg, der hinter der ehemaligen Waage des Gabbro-Steinbruchs oben im Wald parallel zur Radau verläuft. Sie gingen querfeldein, und dabei muss der Mann den Halt verloren haben. Er stürzte aus rund fünf Metern Höhe ab und landete im flachen Wasser der Radau.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei dürfte der 61-Jährige den Sturz wohl vergleichsweise glimpflich überstanden, er war ansprechbar und konnte Arme und Beine bewegen.

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 Goslarsche Zeitung  vom 10.06.2013

Einsatzbericht von Notruf unterbrochen

 

DRK-Ortsgruppe Clausthal-Zellerfeld leistet im vergangen Jahr mehr als 11 000 Stunden ehrenamtlichen Dienst

 

 

Clausthal-Zellerfeld. Wie oft und unvorhergesehen die ehrenamtlichen Helfer des Roten Kreuzes angefordert werden, zeigte sich während der Jahreshauptversammlung der DRK-Ortsgruppe Clausthal-Zellerfeld: Mitten in den Einsatzbericht von Bereitschaftsleiter Jürgen Müller platzte der Notruf "Kletterunfall im Okertal". Doch überraschend schnell kehrten die DRK-Helfer zurück: Auf halber Strecke hatte die Entwarnung sie erreicht, der Kletterer hatte sich selbst befreien können.Doch der größte Teil der 153 Einsätze aus dem Berichtsjahr endete nicht so harmlos. 67 Notfalleinsätze, 30 Krankentransport sowie 17 Unterstützungseinsätze der Freiwilligen Feuerwehr waren die häufigsten Alarmierungsgründe.

 

Spezialisierte Retter 

Neben solchen Einsätzen gab es auch sanitätsdienstliche Betreuungen von sportlichen oder kulturellen Veranstaltungen. Müller nannte als Beispiele das Hundeschlittenrennen, den Harz-Triathlon, den Oxfam-Trailwalker und das Polsterbergtreffen als nur einige der Anlässe, bei denen das DRK unterstützend bereitstand. Dazu kommen die Einsätze der Bergwachtgruppe, die auch an den Winterwochenenden Dienst am Bocksberg schob, und die Einsätze der Höhenretter. Unter "üblichen Tätigkeiten" nannte der Bereitschaftsleiter die Altkleidersammlungen und den Blutspendedienst. Alles in allem listete Müller für die DRK-Ortsgruppe "deutlich über 11 000 Stunden ehrenamtlichen Dienst" auf.

Fortbildung stand bei den Spezialisten der Bergwacht und der Gruppe "Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen" auf dem Dienstplan. Bei der Bergwacht sind nun Retter dafür spezialisiert, Personen zu bergen, die nur mit dem Hubschrauber aus der Luft erreichbar sind. Sascha Kindermann absolvierte diesbezüglich sogar einen Einsatzleiter-Lehrgang.

Die Höhenretter, die eine kombinierte Gruppe mit der Feuerwehr bilden, konnten sogar einen Selbstmord in Bad Grund verhindern. "Nadine Keinert konnte dem Menschen so gut zureden, dass er sein Vorhaben wieder aufgab", würdigte Kindermann die Leistung seiner Mitstreiterin aus den Reihen der Feuerwehr.

Im Jugendrotkreuz hingegen herrschte ordentlich Bewegung, was die Mitglieder angeht. Denn von 15 Mitgliedern zwischen 10 und 16 Jahren, mit denen Stefanie in das abgelaufene Jahr gestartet war, blieben am Ende nur sechs übrig. Dafür wurde eine ganze Reihe jüngerer Kinder gewonnen, so dass die Gruppe sogar auf 18 Mitglieder gewachsen ist.

 

Viele neue Blutspender 

Das Blutspendeteam hat laut der verantwortlichen Sprecherin Monika Nowak unter dem Umzug von der RKS in die Räume der Haupt- und Realschule nicht gelitten. "Für uns ist es bequemer, weil alles auf einer Etage ist", sagt sie. Sie konnte in den Räumen nicht nur viele Erstspender begrüßen, auch die Gesamtzahl an Blutspendern stieg. Auch heute, Montag, gibt es die Gelegenheit, zur Blutspende in die Haupt- und Realschule zu kommen. In seinem Jahresbericht dankte 1. Vorsitzender Dr. Leopold von Gerstenbergk-Helldorff vor allem den anderen Organisationen und Institutionen für eine "auf vielen Ebenen partnerschaftliche Zusammenarbeit". Ohne diese "könnten wir unsere Aufgaben nicht erledigen" betonte er.

Und er ermunterte noch einmal die kleineren umliegenden Ortsverbände, sich an den Ortsverein Clausthal-Zellerfeld zu wenden, wenn sie irgendwo der Unterstützung bedürfen. Denn letztlich, so Gerstenbergk-Helldorff, "setzen wir uns alle für die große Gemeinschaft des DRK ein".

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 Goslarsche Zeitung  vom 08.06.2013

"Wir haben wirklich alles gegeben"

 

Feuerwehrleute aus dem Harz berichten vom Schichtdienst beim Hochwassereinsatz in Magdeburg

 

Magdeburg/Harz. Alles muss ganz schnell gehen. Die ersten Helfer aus dem Harz, die an Maschinen Sandsäcke füllen, gönnen sich zwischendurch nur ein, zwei Stunden Pause. Etwa 50 000 Säcke haben die 120 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Goslar von Donnerstagfrüh bis zum Freitagmorgen abgefüllt.

Gestern Vormittag traten sie nach ihrer 36 Stunden-Schicht die Heimreise an. Die Gruppe, die sie ablöst, war um 5.30Uhr in Goslar zur Abfahrt nach Magdeburg gestartet. Auf dem Messegelände der Stadt füllen sie nun Stunde um Stunde Säcke ab, während der Pegel der Elbe steigt. An ausgiebigen Schlaf ist nicht zu denken. Pausen gibt es nur für eine überschaubare Zeit.

 

Die Arbeit an den Maschinen vollzieht sich wie folgt: Die Säcke vorbereiten, füllen, zubinden, palettieren, wegstellen. Kreisbereitschaftsführer Ulrich Eberhardt, der den ersten Einsatz leitete, berichtet, von den Sandsäcken sei auf dem Gelände dennoch nicht viel zu sehen. Sie würden stündlich gebraucht, denn der Pegel der Elbe steigt und steigt.

Am Sonntag, so heißt es jetzt, werde die Flutwelle wohl Magdeburg erreichen. Unter den Feuerwehrleuten wird bereits spekuliert, ob bald möglicherweise sogar das Messegelände geräumt werden muss, auf dem sie die Sandsäcke abfüllen. Übernachtet wird in den Messehallen. Die Versorgung ist gut, berichtet Ulrich Eberhardt. Für das Essen sorgt die Bundeswehr. Mit dabei ist auch Carolin Ölmann. Die Feuerwehrfrau aus Langelsheim, die derzeit ein Praktikum in der GZ-Redaktion absolviert, traf am Freitag in Magdeburg ein.

Bis Dienstag sind Feuerwehrleute aus dem Landkreis Goslar zum Sandsackabfüllen vorgesehen. Die nächsten Wechsel nach einer 36-Stunden-Schicht sind Samstagabend und Montagfrüh geplant. Möglicherweise aber werden noch bis Ende kommender Woche Helfer aus dem Harz benötigt. Dann müsste Kreisbrandmeister Uwe Borsutzky Feuerwehrleute nach Magdeburg schicken, die schon einmal da waren.

 

Nicht nur die Feuerwehr hilft in den Überschwemmungsgebieten. THW-Kräfte aus Goslar und Clausthal-Zellerfeld sind im Raum Lüneburg und Gartow eingesetzt. Das DRK brachte mit Helfern aus Goslar und Clausthal-Zellerfeld am Freitag 350 Betten und 700 Decken nach Scharnebeck im Landkreis Lüneburg. Beim DRK in Goslar befindet sich eines von elf Lagern des DRK-Landesverbandes mit Hilfsgütern für Notgebiete. Noch einige Zeit länger im Einsatz ist das Technische Hilfswerk. Kräfte aus Goslar befinden sich laut einem Facebook-Hinweis in Gartow, acht THWler aus Clausthal sind seit Donnerstag in Sumte, nahe Amt Neuhaus. Mit schwerem Gerät transportieren sie bis Mitte kommender Woche Sandsäcke und Sand dorthin, wo das Material benötigt wird, berichtet Gruppenführer Karl Spindeck.

 

Aus nächster Nähe konnten Schüler einer achten Klasse des Burgberg-Gymnasiums die Hochwassersituation an der Elbe verfolgen. Sie hielten sich von Dienstag bis Donnerstag während einer Klassenfahrt in Pirna auf. Lehrer Dieter Bornheimer hat beobachtet: "Die Solidarität ist riesig." In vielen Orten werde Hilfe bereits abgelehnt.

 

Bereitschaftsleiter Eberhardt aus Langelsheim, der auch 2002 in Vockerode bei Dessau sowie 2007 in Hildesheim mit Feuerwehrleuten im Hochwassereinsatz war, betont unterdessen, dass in Magdeburg alles perfekt organisiert sei. "Aber auch wir sind hier sehr gelobt worden", sagt er und fügt hinzu: Wir haben auch wirklich alles gegeben."

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 Goslarsche Zeitung  vom 07.06.2013

Helfer kämpfen gegen das Hochwasser

 

Mehrere Hundert Feuerwehrleute aus der Region helfen in Magdeburg - Auch THW und DRK sind im Einsatz

 

Harz/Magdeburg. Mehrere Hundert Feuerwehrleute aus dem Landkreis Goslar  wurden für den Hochwasserschutz nach Magdeburg angefordert. Jeweils 105 Kräfte sind im Wechsel  36 Stunden im Einsatz. Auch Mitglieder des Technischen Hilfswerkes /THW) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) helfen in Überschwemmungsgebieten.

Am frühen Mittwochabend erreichte Kreisbrandmeister Uwe Borsutzky die Nachricht, dass Feuerwehrleute aus dem Harz für den Hochwasserschutz in Magdeburg benötigt werden. Dann ging alles schnell. Um 22.30Uhr starteten die ersten 105 Helfer von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Goslar aus in die Landeshauptstadt.

Am frühen Morgen begannen sie, die ersten Sandsäcke zu füllen. Das wird ihre Hauptaufgabe sein. Magdeburg stellt sich auf den höchsten Elbestand des Jahrhunderts ein. Zuletzt wurde die Flutwelle für Montag erwartet. Die Flut rollt langsamer als erwartet an. Das bedeutet, dass das Hochwasser bis weit in die nächste Woche gegen die Deiche drückt. Magdeburg hat den Katastrophenfall ausgerufen, ebenso wie andere Städte in Sachsen-Anhalt.

 

Frische Kräfte

Mehr als 600 Kräfte der Feuerwehr, der Bundeswehr und von Beschäftigungsgesellschaften der Stadt waren bereits im Einsatz, um Deiche zu sichern und Wälle zu errichten. "Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, aber wir gehen davon aus, dass die Deiche standhalten". sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper.

Bereitschaftsführer Ulrich Eberhardt aus Langelsheim leitet den Einsatz der Harzer in Magdeburg. Kreisbrandmeister Borsutzky koordiniert den Wechsel der Helfer aus der Heimat. Er geht von einem längeren Einsatz aus. Heute früh machen sich die nächsten 105 Kräfte auf den Weg nach Magdeburg, während die anderen zurückkehren. Samstag um 18.00Uhr bricht wieder eine Hunderschaft auf.

Die Helfer kommen aus vielen der 56 Feuerwehren im Landkreis. Während eines Einsatzes werden sie von der Arbeit freigestellt. "Probleme sind nicht bekannt", sagt Volker Junge, Sprecher der Kreisfeuerwehr. Arbeitgeber könnten sich für den Ausfall vom Land entschädigen lassen, aber das kommt kaum vor.

Auch andere Kräfte aus der Region befinden sich im Hochwassereinsatz. Feuerwehrleute aus Werningerode waren in Halle und Bernburg. Die THW-Fachgruppe Clausthal-Zellerfeld sichert seit gestern Deiche im Raum Lüneburg. "Wir wurden in der Nacht um 3 Uhr alarmiert und sind mit acht Räumgerätefahrern sowie Lkw, Tieflader und Radlader für voraussichtlich zehn Tage unterwegs", sagt Ortsbeauftragter Frank Moritz.

 

Betten und Decken

Aufgabe werde sein, Sand und Sandsäcke zu transportieren. Eine zweite Schicht soll am Montag losfahren und die Helfer ablösen. "Die Leute sind sonst zu lange von ihren Arbeitsstellen weg", sagt Ortsverbandssprecher Jochen Niebaum. Zwar hätten alle Arbeitgeber mit Verständnis reagiert, "das wollen wir aber nicht überstrapazieren".

Zwei Betreuungs-Lkw und ein Mannschaftstransportwagen des DRK-Kreisverbandes fuhren gestern mit sieben Kräften der Bereitschaften Goslar und Clausthal-Zellerfeld zum Hochwassereinsatz nach Scharnebeck im Kreis Lüneburg. Ihre Ladung: 350 Feldbetten und 700 Decken für die Notunterkünfte. "Goslar beherbergt eines von elf Außenlagern des DRK-Landesverbandes", sagt Kreisbereitschaftsleiter Axel Müller. Die Einsatzkräfte treten nach dem Entladen wieder die Rückfahrt an. Bei Bedarf werden weiter Kräfte angefordert.

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 BLICK hallo Sonntag im EICHSFELD - online  vom 26.05.2013

Deutsches Rotes Kreuz feiert in Duderstadt 140 Jahre mit Festakt und den Bürgern 

Leon Kindermann (6 Jahre) von der Bergwacht Clausthal-Zellerfeld zeigte seine Schwindelfreiheit. (Foto: Gunnar Müller) Hilfe vor Ort und international

„Noch eine Kiste“, fordert Leon Kindermann. Festgezurrt an einem Sicherungsseil erklimmt der Sechsjährige den Stapel aus Getränkekisten. „Das liegt in den Genen“, so der Vater Sascha, der für die Bergwacht in Clausthal-Zellerfeld tätig ist. Die „Meile“ in Duderstadt zeigt die Vielfalt der Einsatzbereiches des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Auf stolze 150 Jahre Geschichte kann das Rote Kreuz zurückblicken. In Duderstadt auf immerhin 140 Jahre „zum Wohle der Bevölkerung“.

Während draußen die Eichsfelder und Gäste bei Erbsensuppe sich die zahlreichen Abteilungen des DRK anschauten, fand im Bürgersaal des historischen Rathauses der offizielle Festakt statt. „Ein herzliches Dankeschön darf ich sagen für alle Bürgerinnen und Bürger der gesamten Region,“ so Bürgermeister Wolfgang Nolte. Das DRK arbeite zwar grenzenlos und national, sei aber auch regional wichtig für „die solidarische Hilfeleistung und gelebte Nächstenliebe“. In eine ähnliche Richtung ging das Grußwort des Vizepräsidenten des DRK, Dr. Volkmar Schön. „Zu Lande, zu Wasser und in den Bergen“ leiste das DRK international und unabhängig Hilfe.

„Wir müssen hinausgehen zu den Menschen“

Auf 140 Jahre kann das Deutsche Rote Kreuz in Duderstadt zurückblicken. Dies nahm man gestern zum Anlass, auch einmal sich selbst zu feiern. Mindestens 140 Jahre: Denn Manfred Reinke, Vorsitzender des DRK Duderstadt, führte aus, dass der Vaterländische Frauenverein, einer der Vorläufer des DRK, bereits 1872 hier genannt wurde.
Dr. Volkmar Schön, Vizepräsident des DRK, ging vor allem auf die internationale Bedeutung ein - mit besonderem Bezug auf die gegenwärtige Lage in Syrien. Denn nur wenigen Organisationen, wie der Rot-Kreuz- und Rot Halbmond-Organisation komme so viel Vertrauen entgegen. Aber auch die Verpflichtung, einerseits selbst neutral, undabhängig und unparteiisch zu sein, andererseits die Pflicht der Staaten, diese zu achten. „Wir müssen hinausgehen zu den Menschen“, forderte Dr. Schön. Denn nicht nur die Welt habe sich verändert, auch das Aufgabengebiet selbst. Direkt neben dem Rathaus hatte das DRK Einbeck einen Parcour für ihre Flächensuchhundstaffel aufgestellt. „Kinder oder ältere Leute, die vermisst werden, versuchen wir mit unseren Hunden aufzuspüren,“ so Melanie Ebbert, die mit ihrer zweijährigen Lucy noch trainieren muss. Staffelleiterin Christel Langhage beschreibt die Aufgabe der Hunde so: „Sie brauchen einen intelligenten Ungehorsam! Sie lernen, wenn sie arbeiten, sich nur darauf zu konzentrieren. Und dann folgen auch wir ihnen, statt anders herum.“ Landrat Dr. Bernhard Reuter hatte noch einen anderen Bereich angesprochen. Oftmals, so vermutete er, helfen Zeugen am Unfallgeschehen nicht, weil sie Angst hätten, etwas falsch zu machen. Umso wichtiger sei die Erste-Hilfe-Schulung des DRK. Und, so Reuter weiter, sei er froh, dass im Katastrophenfall so viele gut ausgebildete Helfer vor Ort wären.

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